Die Wärmepumpe - einfaches Prinzip mit großer Wirkung

Quelle - Vaillant

Im Grunde ist die Funktion einer Wärmepumpe mit der eines Schnellkochtopfes vergleichbar. Im Topf kocht das Wasser und verdampft. Dieser Dampf kann nicht entweichen, der Druck im Inneren des Topfes und die Temperatur des Wasserdampfes steigen an. Die Wärmepumpe nutzt kostenlose Umweltenergie zur Erwärmung eines speziellen Kältemittels.

Dieses Kältemittel verdampft bereits bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen und durch einen Verdichter steigt die Temperatur des Kältemitteldampfes deutlich an. Die gewonnene Energie überträgt die Anlage in das Heizsystem und nutzt sie zum Heizen. Durch diesen Vorgang sinkt die Temperatur, das Kältemittel verflüssigt sich wieder und durch ein zusätzliches Ventil sinkt auch der Druck. Um eine kontinuierliche Wiederholung dieses Vorgangs zu ermöglichen, sorgt die Wärmepumpe für die zuverlässige Aufnahme der Umweltenergie. Je nach Ausführung der Anlage nutzt sie unterschiedliche Wärmequellen, beispielsweise Erdwärme, Umgebungsluft oder Grundwasser.

Wärmepumpen - kostenlose Erdwärme als Energieträger

Forscher vermuten, dass im Erdkern Temperaturen von bis zu 7.000 °C herrschen. Glücklicherweise sind die Temperaturen an der Erdoberfläche deutlich angenehmer, allerdings bietet die Wärme uns in tieferen Erdschichten ein großes Nutzungspotenzial. Für die Nutzung von Erdwärme (Geothermie) als Energieträger sind Bohrungen erforderlich. Abhängig von der Grundstücksgröße und der Erdbeschaffenheit kann für die Erdwärmenutzung eine Erdsonde oder ein Erdkollektor zum Einsatz kommen. Für die Erdsonde ist eine senkrechte Tiefbohrung erforderlich, damit die Sonde vertikal in einer Tiefe von bis zu 100 m platziert werden kann. Erdkollektoren sind Flächenkollektoren; diese verlegen die Monteure horizontal auf einer vergleichsweise großen Fläche in relativ geringer Tiefe von etwa 1,5 m. Für diese Kollektoren ist im Vergleich zur Erdsonde mehr Platz erforderlich, um eine optimale Heizleistung zu erreichen. Als Wärmeträger dient bei beiden Varianten eine frostsichere Sole.

Luftwärmepumpen - Heizen mit Umgebungsluft

Die Nutzung von Erdwärme ist nicht immer möglich, beispielsweise weil das Grundstück nicht ausreicht oder keine Tiefenbohrung für die Sonde möglich ist. In diesen Fällen kann die Luftwärmepumpe eine gute Alternative sein, da bei diesem System keine Erdbohrung erfolgt und zudem der Platzbedarf für die Außeneinheit vergleichsweise gering ist. Der angesaugten Umgebungsluft wird die Wärme entzogen und zum Heizen genutzt, dieses System eignet sich hervorragend für moderne Energiesparhäuser. Wenn Sie Ihre bestehende Heizungsanlage modernisieren möchten, können wir die Luftwärmepumpe auf Wunsch problemlos mit Gas-Brennwerttechnik oder Solarkollektoren ergänzen.

Förderung sichern und Heizkosten sparen

Heizen Sie mit kostenloser Energie und profitieren Sie bei der Finanzierung der neuen Heizungsanlage von staatlicher Förderung. Welche Förderung Sie für den Kauf einer Wärmepumpe in Anspruch nehmen können, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrollen (BAFA) gewährt Zuschüsse von bis zu 15.000 Euro je Vorhaben. Hier ist jedoch vor Antragstellung darauf zu achten, dass die vorgesehene Wärmepumpe den strengen Förderrichtlinien entspricht. Nicht für jede Wärmepumpe bietet der Staat eine Förderung an, daher ist es wichtig, dass Sie sich im Vorfeld genau informieren. Ebenfalls möglich ist die Inanspruchnahme eines günstigen Kredits von der KfW-Bank. Mit dieser staatlich geförderten Heiztechnik können Sie bis zu 75 Prozent Energiekosten einsparen.

Neueinbau, Modernisierung und Wartung: Wir helfen gerne weiter

Wenden Sie sich bei Fragen rund um das Thema Wärmepumpen vertrauensvoll an uns - wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Bei der Auswahl des passenden Wärmepumpensystems unterstützen wir Sie und informieren Sie zusätzlich zu unterschiedlichen Fördermöglichkeiten. Neben dem Neueinbau und der Modernisierung bestehender Heizungsanlagen kümmern wir uns bei Bedarf ebenfalls um Wartung und Reparatur der Wärmepumpenheizung. Auch wenn Wärmepumpen im Vergleich zu Öl- oder Gasheizungen vergleichsweise wartungsarm sind, ist eine regelmäßige Wartung empfehlenswert. Je nach Modell ist eine Kontrolle des Kältekreislaufs erforderlich und Verschleißteile wie beispielsweise Filter besitzen eine eher begrenzte Lebensdauer. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass spätestens alle zwei Jahre eine Inspektion der gesamten Heizungsanlage erfolgt. So ist gewährleistet, dass jederzeit eine optimale Heizwirkung besteht und Ihre Wärmepumpenheizung eine möglichst lange Lebensdauer hat.